Rezensionen

[Rezension] Margherita Giovanni – Adria Mortale – Bittersüßer Tod

Adria Mortale - Bittersüßer Tod ist so viel mehr als nur ein Krimi. Ganz nah dran an den Dorfbewohnern zeigt uns Margherita Giovanni, wie Nachbarschaftsliebe gemixt mit Misstrauen und Tratsch sehr schnell in einer Tragödie enden kann. Die Spannung hier entsteht nicht durch viel Action oder lebensgefährliche Situationen, sondern durch das allgegenwärtige Misstrauen gegen alle auftretenden Figuren. So werden wir Leser über 300 Seiten an der Nase herumgeführt, bis sich das Ende dann in seiner ganzen Tragik, aber ohne sich zu viel Zeit zu nehmen, ausbreitet.

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[Rezension] Christof Weigold: Der Mann, der nicht mitspielt

Der Kriminalroman "Der Mann, der nicht mitspielt" von Christof Weigold versteht es meisterhaft, einen spannenden Mordfall vor der Kulisse des frühen Hollywoods zum Leben zu erwecken. Obwohl Hardy Engel bis zum Schluss eine schwer greifbare Figur bleibt, ist der Fall spannend und bis zum Schluss fragt man sich, wer nun wirklich hinter allem steckt. Für jeden Fan von Hollywood, aber auch alle, die sehr kritisch dieser Welt des schönen Scheins gegenüber stehen, ist dieser Krimi definitiv empfehlenswert!

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[Rezension] Inge Löhnig: Unbarmherzig

Der Kriminalroman "Unbarmherzig" von Inge Löhnig ist ein gut recherchierter, spannender Ausflug in die NS-Zeit und die weniger bekannten Teile des Regimes: die Zwangsarbeit. Das Puzzle des uralten Falls wird meisterhaft zusammengesetzt. Leider bleibt die Ermittlerin dabei sehr flach und kalt, während der zweite Erzählstrang um ihr Privatleben gleichzeitig gehetzt und zu kurz sowie zu lang und ablenkend wirkt. Mehr Fokus auf den Krimi und eine größere Emotionalität beim Darstellen der Figur hätte hier ein großartiges Werk entstehen lassen können.

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[Rezension] Kate Saunders: Das Geheimnis von Wishtide Manor

Der Kriminalroman "Das Geheimnis von Wishtide Manor" von Kate Saunders ist ein spannender Auftakt zu einer neuen Reihe um die Ermittlerin Laetitia Rodd. Der Mordfall im Setting von 1850 ist eine wundervoll verwobene Geschichte um die Vergangenheit der Menschen, die sie am Ende doch wieder einholt. Der Krimi funktioniert gut, hält durchweg die Spannung und kommt zu einem überraschenden Finale.

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[Rezension] Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Der Kriminalroman "Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens" von Olliver Bottini ist ein atmosphärisch dichter Wirtschaftskrimi über die Verwicklungen der ehemaligen DDR und der ehemaligen Ostblockstaaten in die unübersichtliche Agrarpolitik. Obwohl eigentlich ein Mordfall im Zentrum steht, liegt die Stärke des Buches doch deutlich in seinen historischen Beleuchtungen der Umbruchzeit.